Quelle · 2019 · Festschrift, Vereinschronik, illustrierter Pappband

Marina Scheinost: Bürger auf die Burg! 200 Jahre Altenburgverein (1818–2018)

Dr. Marina Scheinost, Kulturwissenschaftlerin in Bamberg

Marina Scheinost: Bürger auf die Burg! 200 Jahre Altenburgverein (1818–2018), Dr. Marina Scheinost, Kulturwissenschaftlerin in Bamberg, 2019
Marina Scheinost, »Bürger auf die Burg! 200 Jahre Altenburgverein (1818–2018)«, hrsg. vom Altenburgverein e.V., Bamberg 2019. Cover-Motiv: Luftaufnahme der Altenburg von 2006, Foto: Ronald Rinklef. Foto des Buchexemplars, eigene Aufnahme.

Scheinost 2019, »Bürger auf die Burg! 200 Jahre Altenburgverein (1818–2018)«

Festschrift zum 200-jährigen Bestehen des Altenburgvereins, verfasst von der Bamberger Kulturwissenschaftlerin Dr. Marina Scheinost. Herausgeber ist der Altenburgverein e.V. selbst, die Gesamtherstellung übernahm die Verlagsdruckerei Schmidt in Neustadt an der Aisch. ISBN 978-3-96049-039-5, Copyright 2019. Der Buchumschlag zeigt auf der Vorderseite eine Luftaufnahme der Altenburg von 2006 (Foto: Ronald Rinklef), auf der Rückseite eine historische Luftaufnahme um 1935 aus dem Stadtarchiv Bamberg (Foto: Carl Bauer, StadtA BA D 2088 + 2039).

Der Titel greift den vereinseigenen Leitspruch »Bürger auf die Burg« auf. Die Autorin nennt im Impressum ausdrücklich das Stadtarchiv Bamberg für die Bereitstellung der Unterlagen.

Inhalt

Vorwort (Buchseite 5)

Grußwort des ersten Vorsitzenden zum Jubiläumsjahr, gefolgt von einem Gruppenfoto der Vorstandschaft von 2018 (Seite 6).

Die Mittelalterbegeisterung und die Altenburg (Buchseite 7)

Kulturhistorische Einordnung der Vereinsgründung: warum entstand 1818 ein bürgerlicher Verein zur Bewahrung einer Burgruine? Das Kapitel verortet den Altenburgverein in der romantischen Mittelalter-Rezeption des frühen 19. Jahrhunderts und erklärt daraus den Gründungsimpuls.

Die Altenburg und Adalbert Friedrich Marcus (1753–1826) vor der Vereinsgründung (Buchseite 10)

Die Vorgeschichte des Vereins: Adalbert Friedrich Marcus als eigentlicher Retter der Burg. Wörtliche Wiedergabe des Kaufvertrags vom 4. Juli 1801 (Seite 12), die neogotischen Umbauten unter dem Architekten Carl Schropp (Seite 13), das Hoffmann-Stübchen mit Undine-Bezug (Seite 14) sowie Marcus’ Wohnung, ETA Hoffmann und das Birnbaum-Theaterstück von 1815 (Seite 15).

Vereinsgründung und erste Jahre (Buchseite 16)

Das Kernkapitel zur Gründung: 1818 unter Anton Freiherr von Grafenstein, mit Stadtgerichtskommission, dem Kaufabschluss am 27. Juli 1818, den ersten Bauarbeiten 1818/19, dem Kaufpreis-Abschluss 1820 samt Schwarwachttürmchen, der Burgkirchweih 1820 und dem Besuch von Prinz Johann von Sachsen 1821. Das Kapitel endet mit den Grafenstein-Schwestern Katharina und Susanna, deren Stiftungen und Porträts sowie einem Zitat aus Heller 1828.

Der Verein zur Erhaltung und Verschönerung der Babenburg bei Bamberg nach Grafenstein (Buchseite 25)

Die Vereinsgeschichte nach dem Gründungsvorsitzenden: Kapellen-Wiederherstellung 1835, Bauarbeiten der 1850er, die Reparatur-Kampagne der 1860er, die neue Satzung von 1864 mit dem programmatischen Namen »Babenburg«, die Strebepfeiler von 1883, die frühen Burgwirtschaft und Festspiele, die Konsolidierung der Vereinsstrukturen und die ersten Neubau-Vorschläge von Heinrich Manz 1889.

Das Altenburgfest 1897 (Buchseite 30)

Zentrales Kapitel zum großen Vereinsfest, das den Grundstein für den Palas-Neubau legte. Der Burgbrunnen von 1893 als Vorlauf, das Festspiel-Komitee, die Postkarten-Aktion, das Damenkomitee und die Vorbereitung im Schützenhaus. Der dreitägige Festspielverlauf (6. bis 8. November 1897) wird programmatisch nachgezeichnet mit Festsaal-Dekoration, Bühnenaufbau und dem Aufruf-Gedicht von Hanns von Gumppenberg. Die Bilanz: rund 16.000 Mark aus dem Fest für einen Baufonds von 20.000 Mark.

Maßnahmen des Vereins ab 1900 (Buchseite 41)

Das umfangreichste Bau-Kapitel: die Tanzbär-Episode und die Bausteinurkunden, der Palas-Neubau 1900/1901 unter Gustav Haeberle mit Turniergemälden, Glaswappen und Forchheimer Quadern, der Obelisk 1903, die Palas-Eröffnung am 4. Oktober 1902 mit Festzeitung, der Hymne »Die Allmacht« und der Festrede von Heinrich Manz. Weiter: das Ritterfestspiel um 1900, das Festspiel »Der Heinrichstag im Jahr 1520« von 1910, die Vorsitzenden-Zeit von Adolf Probst (1861–1941), Sonderzüge, die E.T.A.-Hoffmann-Klause von 1909, die Treppen-Erneuerung 1913, das Wittelsbacher Zimmer, Inflations- und Zwischenkriegsjahre, Gedenktafeln 1922/25, der Stromanschluss, die Mauer-Erneuerung 1931, die NS-Wendung ab 1933, der Vorstandsstreit 1939 und der Amalienklause-Wassertank 1942.

Der Altenburgverein nach dem Zweiten Weltkrieg (Buchseite 56)

Das Nachkriegs- und Gegenwarts-Kapitel, das jene fünf Jahrzehnte erschließt, für die Paschke 1968 noch nicht zur Verfügung stand: erste Generalversammlung 1947, Bärin Toni 1950, die ersten Altenburgmedaillen 1953, die Vereinsumbenennung 1957, Wasser 1959/60, Bergfried-Überholung 1961 unter Bürgermeister Stengele, die Öffnung des Marcus-Grabs 1961 und die Bronzeplatte 1962. Weiter die Kontakte zum US-Resident Officer Preston 1965/66, die Bergfried-Verfugung 1966, die Ritterschaft zum goldenen Federkiel ab 1968, die Ferienwohnung 1971, das »Blaue Band« 1975, der Festzug zu 160 Jahren 1978, der Südmauer-Einsturz, der Hangrutsch 1980, die Einschläferung von Burgbär Poldi 1982, die Öffnung der Sichtachse im Winter 1982/83, die Südmauer-Sanierung 1984/85, der 1. Bamberger Bergsprint 1993, das »Projekt Altenburg 2000« mit der Hans-Löwel-Klause und einem Kostenvolumen von 1,9 Millionen Euro, die Bohrpfahl-Wand an der Ost-Wehrmauer 2002 bis 2005 (520.000 Euro), das Bamberger Teddybärenfestival ab 2006, der Weltkulturerbelauf, die Weihnachtskrippe und eine Finanzbilanz der Jahre 1999 bis 2016.

Anhänge

Anhang 1: Satzungen des Vereins seit 1864 (Buchseite 80)

Vollständige Wiedergabe der Satzungstexte in chronologischer Folge: 1864, 1891, 1900, die Nachkriegs-Fassung von 1955 mit den Änderungen 1957, 1963 und 1967, die Fassung von 1972 und die aktuelle Satzung.

Anhang 2: Vorstandschaften (Buchseite 93)

Verzeichnis der Vorstandschaften seit der Vereinsgründung.

Anhang 3: Festspiel 1897 »Ein Tag auf der Altenburg« (Buchseite 97)

Textabdruck des Festspiels mit Personenverzeichnis, den Auftritten von Faust, dem Fürstbischof Georg von Schwarzenberg, Dürers Stolz-Episode, der Liebetraut-Szene, dem Lied »Ich weih, Burg im Frankenland« und der abschließenden Faust-Vision auf Bischof Georg.

Anhang 4: Festspiel 1910 »Der Heinrichstag im Jahr 1520« (Buchseite 102)

Textabdruck des Festspiels von 1910.

Anhang 5: Jubiläumsprogramm 2018 (Buchseite 127)

Programmübersicht des Jubiläums-Festwochenendes.

Verhältnis zu Paschke 1968

Scheinost verweist für die Baugeschichte der Altenburg ausdrücklich auf Peter Ruderich, Die Kunstdenkmäler von Oberfranken, und setzt in der eigenen Darstellung den Schwerpunkt auf Verein, Wirken und Aktivitäten. Damit ergänzt Scheinost 2019 die Chronik von Hans Paschke, Die Altenburg ob Bamberg und ihr Verein (1968): Paschke deckt Bauwerks- und Vereinsgeschichte bis 1968 ab, Scheinost fokussiert auf die zweihundert Jahre Vereinsgeschichte 1818 bis 2018 und schreibt den Zeitraum 1968 bis 2018 erstmals zusammenhängend fort.

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